Opt-Ins für Telesales- und Service: Was Sie für die sichere Generierung beachten sollten

Wer „seine“ Bestandskunden oder mögliche Interessenten aktiv anrufen will, muss hierfür die Einwilligung seines Kunden (oder eine gesetzliche Grundlage) haben, das so genannte „Opt-In“. Das weiß heute jedes „Marketing- und Kundenservice-Kind“ und ist auch eindeutig gesetzlich geregelt. Dennoch ist der Glaube, „dass da ja nichts passieren könne“, immer noch verbreitet. Abmahnungen und Bußgelder? Ach was, […]

Social Networks und europäischer Datenschutz. Die unendliche Geschichte?!

Plädoyer für weniger Aufgeregtheit auf allen Seiten im Sinne der Kunden und Unternehmen

Jetzt geht die Auseinandersetzung in die nächste Runde. Während schon seit geraumer Zeit die datenschutzrechtlichen Aufsichtsbehörden des Bundes und der Länder, allen voran Prof. Caspar aus Hamburg und Dr. Weichert aus Schleswig-Holstein (ULD) – sowie Peter Schaar als Bundesbeauftragten nicht zu vergessen -, gegen Google, Facebook und Co. wettern, da sie nach Auffassung der Aufsichtsbehörden die deutschen und europäischen Datenschutzregelungen nicht einhalten (prominenteste Beispiele der letzten Zeit sind Stellungnahmen zu Street View, Google Analytics und der Facebook Gesichtserkennung), werden nun konkrete Bußgeldandrohungen durch die Schleswig-Holsteiner bzgl. der Facebook Reichweitenmessung erhoben.

Prof. Caspar hatte dies im Frühjahr auf einer Veranstaltung des Hamburger Wirtschaftsrates hinsichtlich Google Analytics noch vorerst für Hamburg ausgeschlossen. (Update: In einem bei Radio Hamburg am 23.08.2011 ausgestrahlten Interview, bekräftigt Caspar, vorerst keine Sanktionen gegen Hamburger Unternehmen wg. der Einbindung des FB-Like Buttons treffen zu wollen. Facebook habe in der Vergangenheit erklärt, die vom ULD SH technisch analysierten und beanstandeten Datenschutzverstöße nicht vorzunehmen. Man wolle dies nun intensiv prüfen.)
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Weltverbrauchertag – Telefonmarketing weiter im Fokus von Politik und Verbraucherschützern

Der Glanz auf der CallCenter-Branche nach der „CallCenterWorld“ in Berlin währte nur kurz: Während sich Unternehmen und Verbandsvertreter noch über Besucherzahlen und neue Trends freuten, luden die Gegner des Telefonmarketings ihre Flinten schon wieder durch und legten zum nächsten Blattschuss an.

Schon vor einigen Tagen kündigten die Verbraucherschutzminister in NRW und Bayern eine gemeinsame Bundesratsinitiative gegen unerlaubte Telefonwerbung an (Pressemitteilung hier) Höhere Strafen und die schriftliche Bestätigungsregelung stehen also wieder ganz oben auf der politischen Tagesordnung. Pünktlich zum Weltverbrauchertag legte auch die rheinland-pfälzische Verbraucherschutzministerin Conrad nach (Lesen Sie mehr hier) und in der HNA warnen Verbraucherschützer und Polizei Seite an Seite vor Telefonabzocke (Lesen Sie mehr hier) – der Lack nach der Messe scheint also schon wieder ab und der Alltag hat die CallCenter-Branche wieder.
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Mehr Kundenservice per Gesetz

Die Bundesregierung hat es beschlossen – der Opposition geht es nicht weit genug – aber grundsätzlich sind sich alle Politiker parteiübergreifend einig: Warteschleifen bei Sonderrufnummern müssen künftig kostenlos sein.

Wörtlich heißt es seitens des Bundeskabinetts: „Verbraucher sollen für Anrufe bei allen Sonderrufnummern künftig erst bezahlen, wenn sie mit einem Gesprächspartner verbunden sind. Warteschleifen dürfen bei Sonderrufnummern künftig nur noch eingesetzt werden, wenn – bei zeitabhängiger Abrechnung – der Angerufene die Kosten der Warteschleife trägt oder wenn der gesamte Anruf einem Festpreis unterliegt.

Diese Regelung tritt ein Jahr nach Inkrafttreten der Novelle des Telekommunikationsgesetzes in Kraft. Bis dahin gilt eine Übergangsregelung. Danach dürfen Warteschleifen bei entgeltpflichtigen Rufnummern eingesetzt werden, wenn mindestens die ersten zwei Minuten der Verbindung für den Anrufer kostenfrei sind.“

Den Entwurf der TKG-Novelle finden Sie hier.

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Volksvertreter ohne Volk – Massenmedien ohne Massen?

Ein Einwurf von Mathias Wieland

Guttenberg ist weg! Das Ergebnis der vergangenen Tage ist klar und unumstößlich.

Die Sieger schütteln sich die Hände: Opposition und Medien freuen sich nahezu ausnahmslos. Sie jubilieren noch mit der moralischen Keule in der Hand und intonieren: „Wir haben es doch immer gesagt! Der muss weg! Lügner und Trickser haben in der Politik nichts zu suchen!“

Doch verloren hat in erster Linie weder die CDU/CSU, noch die Bundeskanzlerin, noch Karl-Theodor zu Guttenberg – verloren hat die Demokratie!
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